Linux Professional Institute (LPI)

Das Linux Professional Institute (LPI) gilt als weltweit führendes Zertifizierungsprogramm der Linux-Gemeinschaft. Das LPI entwickelt professionelle Zertifizierungen für das Betriebssystem GNU/Linux, unabhängig von Software- oder Schulungsanbietern (also weitgehend distributionsunabhängig). Bisher wird ein Zertifizierungsprogramm, Linux Professional Institute Certification (kurz LPIC), angeboten, dessen erste Stufe allgemeines Linux-Wissen prüft, wie es für „ambitionierte Anwender”, Systemadministratoren, Entwickler oder Berater wichtig ist. Dabei tendieren die höheren Stufen deutlicher in Richtung Systemadministration. (Auszug aus Wikipedia)


Die genauen LPIC Prüfungsinhalte können Sie folgenden Link entnehmen. Die aktuelle LPI Zertifizierung ist in die 3 Stufen LPIC-1, LPIC-2 und LPIC-3 unterteilt. Der Vorteil dieser Zertifizierung ist das sie Hersteller unabhängig ist und daher auch als die meist anerkannte Linux Zertifizierung gilt.

LinuxCampus.net versucht mit seinem Schulungsangebot den größten Teil der LPIC Ausbildungsschiene abzudecken. Im Gegensatz zu anderen Schulungsinstituten welche meistens nur unrealistische LPIC Crash Kurse anbieten, versucht unser LinuxCampus.net Trainer Team Linux Administratoren auszubilden welche auch wirklich das notwendige Know-How haben um ohne Prüfungsängste die LPIC Prüfungen absolvieren zu können.  Aus diesem Grunde ist es auch notwendig mehrere Basis Linux Kurse zu besuchen bevor ein Prüfungsversuch unternommen werden sollte!

LPIC-1

Die Zertifizierung LPIC-1 (Junior Level Linux Professional) besteht aus den Multiple-Choice Prüfungen 101 und 102.

Prüfung 101
Anzahl der Fragen: 60
Mindestpunktzahl: 500 (von insgesamt 800)

  • Systemarchitektur
    • Hardwareeinstellungen festlegen
    • Bootvorgang
    • Verändern eines Runlevels, herunterfahren und neustarten
  • Linux Installation und Paket-Management
    • Situationsabhängige Aufteilung einer Festplatte
    • Boot-Manager installieren
    • Gemeinsam genutzte Bibliotheken (shared libraries)
    • Umgang mit der Debian-Paketverwaltung
    • Umgang mit dem RPM und YUM
  • GNU- und Unix-Befehle
    • Arbeiten auf der Kommandozeile
    • Anwenden von Filtern auf Textströme
    • Grundlegendes Arbeiten mit Dateien
    • Streams, Pipes, Umleitungen
    • Prozessmanagement
    • Prozessprioritäten
    • Texte mit regulären Ausdrücken durchsuchen und modifizieren
    • Grundlegendes Arbeiten mit dem Editor vi
  • Laufwerke, Dateisysteme, Verzeichnisstruktur und dem Filesystem Hierarchy Standard (FHS)
    • Partitionierung
    • Überprüfen der Integrität, überwachen von Inodes, einfache Reparaturen eines Dateisystems
    • Dateisysteme ein- und aushängen
    • Quotas verwalten
    • Dateirechte
    • Hard- und Softlinks
    • Systemdateien und Anwendungen finden und konform zum FHS ablegen

Prüfung 102
Anzahl der Fragen: 60
Mindestpunktzahl: 500 (von insgesamt 800)

  • Shell, Skripten und SQL
    • Anpassen einer Shellumgebung
    • Vorhandene Shell-Scripte anpassen oder neue schreiben
    • Durchsuchen sowie ändern von Daten in einer Datenbank
  • Benutzerinterface und Desktop
    • Installieren und Einstellen des X-Servers.
    • Display-Manager einrichten
    • Barrierefreiheiten
  • Administrative Aufgaben
    • Benutzer und Gruppen anlegen, entfernen, sperren und ändern
    • Automatisierte, Zeit gesteuerte Systemadministrationsaufgaben
    • Systemsprache, Tastaturlayout, Zeitzonen
  • Wichtige Systemdienste
    • Systemzeit
    • Systemlogging
    • Grundlegende Aufgaben eines Mail Transfer Agenten (MTA)
    • Verwalten von Druckern
  • Netzwerkgrundlagen
    • Internet-Protokoll, Netzmasken, Routen
    • Netzwerkkonfigurationen
    • Erkennen und beheben von Netzwerkproblemen
    • Ansprechen eines DNS-Servers
  • Sicherheit
    • Wissen welche Systemkonfigurationen zur Sicherheit beitragen
    • Systemsicherheit
    • Datenverschlüsselung



LPIC-2

Die Zertifizierung LPIC-2 (Advanced Level Linux Professional) besteht aus den Multiple-Choice Prüfungen 201 und 202. Die genauen LPIC Prüfungsinhalte können Sie folgenden Link entnehmen

Prüfung 201
Anzahl der Fragen: 60
Mindestpunktzahl: 500 (von insgesamt 900)

  • Kernel
  • Systemstart
  • Dateisystem
  • Hardware
  • Datei- und Dienstefreigaben
  • Systemverwaltung
  • Skriptsprachen und Automatisierung
  • Problemlösungen, Fehlersuche


Prüfung 202
Anzahl der Fragen: 60
Mindestpunktzahl: 500 (von insgesamt 900)

  • Netzwerkkonfiguration
  • Mail & News
  • DNS
  • Webdienste
  • Verwaltung von Netzwerk-Clients
  • Systemsicherheit
  • Fehlerbehebung in Netzwerken

LPIC-3

Die Zertifizierung LPIC-3 (Senior Level Linux Professional) besteht aus der Basis Multiple-Choice Prüfungen 301 (Core) sowie fünf Spezialisierungsprüfungen LPI-302 — LPI-306.


Prüfung LPI-301 („Core“)
Die Prüfung LPI-301 beschäftigt sich mit dem Verzeichnisdienst LDAP, Authentisierung, Fehlersuche, Netzwerkintegration und Kapazitätsplanung. Indem man diese Prüfung besteht, erwirbt man das LPIC-3-Zertifikat. Im Gegensatz zu den anderen LPI-Prüfungen umfasst die Prüfung LPI-301 nur 50 Fragen statt 60; die Dauer ist trotzdem 90 Minuten.


Prüfung LPI-302 („Mixed Environments“)
Die Prüfung LPI-302 befasst sich vor allem mit Samba und der Integration von Linux- und Windows-Systemen. Zusätzlich zum LPIC-3-Zertifikat (aus der Prüfung LPI-301) führt das Bestehen dieser Prüfung zur Spezialisierung „LPI-302: Mixed Environments“.


Prüfung LPI-303 („Security“)
Die Prüfung LPI-303 umfasst die Themen Kryptografie, Zugriffskontrolle (ACLs, SELinux, andere MAC-Systeme), Anwendungssicherheit (DNS, Apache, FTP, OpenSSH, ...), Betriebs- und Netzwerksicherheit. Zusätzlich zum LPIC-3-Zertifikat (aus der Prüfung LPI-301) führt das Bestehen dieser Prüfung zur Spezialisierung „LPI-303: Security“.


Prüfung LPI-304 („Hochverfügbarkeit und Virtualisierung“)
Die Prüfung LPI-304 adressiert die Themen Virtualisierung (Xen, KVM und andere), Lastverteilung und redundanter Speicher, Clusterverwaltung und Nachrichteninfrastrukturen für Hochverfügbarkeit. Zusätzlich zum LPIC-3-Zertifikat (aus der Prüfung LPI-301) führt das Bestehen dieser Prüfung zur Spezialisierung „LPI-304: Hochverfügbarkeit und Virtualisierung“.


Prüfung LPI-305 („Mail und Messaging“)
Diese Prüfung befinden sich in Vorbereitung. Mit der Arbeit an LPI-305 wurde 2010 begonnen.
Prüfung LPI-306 („Web und Intranet“)
Diese Prüfung befinden sich in Planung.